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JETZT ERHÄLTLICH Stadtplanung in Potsdam 1945-1990

JETZT ERHÄLTLICH Stadtplanung in Potsdam 1945-1990

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Nach über 25 Jahren erscheint „Stadtplanung in Potsdam 1945–1990“ erneut – als unveränderter Nachdruck der Originalausgabe von 1999.
Das Buch untersucht die tiefgreifenden städtebaulichen Veränderungen Potsdams nach 1945 – von der Zerstörung des historischen Stadtbildes bis zur sozialistischen Neuplanung.
Anhand von Archivmaterial, Zeitzeugeninterviews und eigenen Analysen zeichnet Christina Emmerich-Focke ein eindrucksvolles Bild vom Wandel einer Stadt zwischen Verlust, Ideologie und Neubeginn.
Ein Standardwerk für alle, die sich für Stadtgeschichte, Architektur und den Umgang mit historischem Erbe interessieren.

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„Stadtplanung in Potsdam 1945–1990“ ist ein Werk über Verantwortung, über das Verhältnis von Vergangenheit und Zukunft – und über die Frage, was bleibt, wenn Städte ihre Seele verlieren.
Der Nachdruck entspricht in Inhalt und Gestaltung der Originalausgabe von 1999 und wurde von der Autorin selbst herausgegeben. Das Grundlagen-Werk, eingereicht als Dissertation mit dem Untertitel „Kollision des Sozialismus mit den städtebaulichen Relikten Brandenburg-Preußens in Potsdam“, erzählt über die Entwicklung Potsdam zwischen dem zweiten Weltkrieg und „der Wende“. 

Dieses Buch widmet sich der Zerstörung Potsdams – eines einzigartigen kulturhistorischen Gesamtkunstwerks aus Architektur, Kunst und Städtebau, das in seiner Geschlossenheit ein Denkmal von europäischem Rang darstellte.Die Vernichtung begann am 14. April 1945 mit den Bombenangriffen und setzte sich über den Artilleriebeschuss des 25. April bis in die Jahrzehnte der sozialistischen Bau- und Planungspraxis fort. Doch der Verlust des alten Potsdamer Stadtbildes war nicht allein Folge ideologisch geprägter Abrissentscheidungen. Er entstand aus der allmählichen Auflösung des historischen Gefüges – des überlieferten Stadtgrundrisses, der Proportionen, Blickachsen und Maßstäbe, die das Wesen der Stadt einst bestimmten. Nicht der einzelne Bau, sondern der Verlust des städtebaulichen Zusammenhangs zerstörte die Identität Potsdams.Diese Entwicklung wurzelte in einer politisch wie ideologisch überformten Haltung, die das preußische Erbe als überholt betrachtete und es durch neue gesellschaftliche Leitbilder ersetzen wollte. Der Wille zur Neugestaltung blieb dabei vielfach Stückwerk: Sensibilität für die Eigenart der Stadt, für Maß und Rhythmus des historischen Bestandes fehlten. Wo Freiräume entstanden, fehlte oft die Idee, sie im Geist Potsdams neu zu gestalten.Und doch: Trotz aller Verluste entstanden an einzelnen Orten neue Qualitäten. In Ansätzen wurde versucht, der sozialistischen Lebensweise architektonischen Ausdruck zu verleihen – durch funktionale, gemeinschaftsfördernde Räume, durch Licht, Luft und offenen Zugang zu Natur und Wasser.Die Bewertung dieser Epoche darf sich nicht auf heutige Maßstäbe beschränken. Sie muss die damaligen gesellschaftlichen Bedingungen, die Ziele und Überzeugungen der Planenden mitbedenken. Unentschuldbar bleibt jedoch die Missachtung des gewachsenen Erbes, die ideologische Blindheit und die mangelnde Bereitschaft, erkannte Fehlentwicklungen zu korrigieren.Gleichzeitig verdienen die Bemühungen, Wohnraum für viele zu schaffen und die Stadt für alle zu öffnen, Anerkennung. Späte Versuche, das Stadtbild zu bewahren oder wiederzugewinnen, zeugen von einem späten Umdenken.So ist die Geschichte der Zerstörung Potsdams zugleich eine Geschichte von Verlust und Neubeginn – ein Lehrstück über Ideologie, Verantwortung und den Wert der Erinnerung. Sie mahnt uns, Zukunft immer aus dem Verständnis der Vergangenheit zu gestalten. Nur wer das Erbe kennt und achtet, kann Neues schaffen, das Bestand hat: im Geist der Stadt, im Maß des Menschlichen und im Bewusstsein gemeinsamer Geschichte – mit dem Blick nach vorn.Christina Emmerich-Focke, Jahrgang 1965, studierte Architektur an den Universitäten Stuttgart und München. 1992 kam sie mit ihrer Familie wegen der veränderten Situation Deutschlands nach der "Wende“ nach Potsdam und arbeitete hier in verschiedenen Berufen. Seit 1992 ist sie als Architektin, bis 2019 mit Sitz in Potsdam, tätig gewesen. Ihr Büro findet sich heute in Schwielowsee. Parallel recherchierte sie seit 1993 zum Thema der Veränderung Potsdams zwischen 1945 und 1990 in den Archiven und führte hierzu vor allem zahlreiche Interviews mit Zeitzeugen. Viele Unterlagen, die aus privater Hand zur Verfügung gestellt wurden, vervollständigen das Bild einer herausfordernden Zeit. 

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